Teilprojekt Epidemiologie

Arbeitsprogramm

Epi goes Gender ist in drei Projektphasen gegliedert:

1. Bestandsaufnahme der disziplinären Anknüpfungspunkte und Vermittlung des Projektes in die Scientific Community
Es wurde mit einem international angelegten Review begonnen, im Rahmen dessen positive Beispiele geschlechtersensibler Forschung in der Epidemiologie identifiziert werden. Dafür war es zunächst erforderlich, ein Bewertungsinstrument zu entwickeln. Dieses Bewertungsinstrument ebenso wie erste Ergebnisse der Bestandsaufnahme wurden zwischenzeitlich auf einem internationalen Kongress vorgestellt. Publikationen sind in Vorbereitung. In einem zweiten Schritt sollen vorhandene Bedürfnisse und Bedarfe in der epidemiologischen Scientific Community in Bezug auf die bessere Integration von Geschlechteraspekten in die epidemiologische Forschung erhoben werden. Dafür wird eine Befragung von in den Fachgesellschaften organisierten Epidemiologinnen und Epidemiologen, insbesondere auch den Instituten, Fachvertreter/innen sowie Sprecher/innen einschlägiger Arbeitsgruppen durchgeführt.

2. Nachwuchswissenschaftler/innen schaffen neues Wissen
Diese zweite Phase beinhaltet die Schaffung von neuem Wissen für die Epidemiologie durch (Nachwuchs-)Talente. Hiermit wird die Generierung von Wissen verknüpft mit der Qualifizierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die zukünftig die Forschungsstandards in der Epidemiologie mitbestimmen. Im Rahmen von Wettbewerben werden (Nachwuchs-)Talente mit ihren Projektideen ausgewählt. Die Teilnehmenden erarbeiten in einem fachlich begleiteten, supportiv organisierten Forschungs-Lern-Prozess eigene geschlechtersensible Forschungsaufgaben. Diese sollen zugleich der individuellen Karriereentwicklung und der Entwicklung des Fachs „Epidemiologie“ dienlich sein.

Das Konzept und das Bewerbungsformular für das Nachwuchswissenschaftler/innen Programm finden Sie hier.

3. Transdiziplinäre Integration
Der Forschungsprozess wird im Rahmen eines innerwissenschaftlichen Diskurses kontinuierlich disziplinspezifisch und übergreifend im Verbund reflektiert und optimiert. Im Ergebnis sollen die Epidemiologie-spezifischen und Verbund übergreifenden Ergebnisse gebündelt werden im Sinne von Bausteinen zur Förderung einer breiten und stabilen Übernahme geschlechtersensibler Konzepte und Methoden in den Forschungsalltag. Die zeitnahe und international hochrangige Publikation der Ergebnisse ist Teil des Projektkonzepts.